Rot On The March – Era Of The Penultimate Steps

Die Zeit der vorletzten Schritte? Der Name dieses 8 Titel umfassenden Erstlingswerks macht erst einmal neugierig. Wer ist oder sind „Rot an der March“? Dahinter verbirgt sich Alexei Marsh, der sich für Gitarre, Gesang, Programmierung, Musik, Texte verantwortlich zeigt. Vorher hat sich das Multitalent mit dem „Voronezh Projekt“, welches sich 2011 zusammenfand, bereits auf Festivals präsentiert. Voronezh/Woronesch ist der Name einer Oblast-Hauptstadt in Russland. Ja, Alexei kommt aus Russland. Ist ja mal etwas anderes, als nur das weltberühmte Bolschoi. Also Ohren auf.

Die Musik: Gothic-Rock, der fast klassisch herüberkommt. Dominierende Gitarren. Dazu eine sehr dunkle Stimme. Stellenweise begleitet von einem weiblichen Part. Da sitze ich nun vor der Klapperkiste, lausche und der Kopf nickt, derweil die Finger versuchen, dieses nicht in dem Tempo nachzumachen. Und in Gedanken sehe ich eine Tanzfläche in gedämpftem Licht. Sehr gedämpft. Künstliche Nebelschwaden ziehen über den Boden. Schemenhaft erkenne ich in sich gekehrte Gestalten. Einige Schritte vor, einige zurück. Iros wippen im Takt. Allein und doch vereint in dem Gefühl der Musik. Traumwandlerisch. Ja, „Era Of The Penultimate Steps“ passt hier bestens. Dunkel, eindringlich, ehrlich. Einflüsse – nach eigener Auskunft – sind beispielsweise „Fields Of The Nephilim“ oder auch „The Cure“.

Eine Perle unter den zahlreichen Veröffentlichungen und eine Erholung von der überbordenden Digitaleinheitsbreimusik. Und macht Lust, die nächste dunkle Party zu besuchen und über die Tanzfläche zu „schweben“…

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