Autodafeh – Identity Unknown

„Identity Unknown“ startet mit bedrückendem Sirenengeheul und Kriegsgeräuschen, unter welche sich leises Stimmengewirr und ein groovender Beat mischen. Nach diesem einleitenden Stück sind die die Einflüsse der schwedischen Band schnell ausgemacht. Die beiden großartigen Pioniere und Schöpfer des Genres „EBM“ (Electronic Body Music) – „Nitzer Ebb“ und vor allen Dingen „Front 242“ – dienten sicherlich nicht unwesendlich als Inspirationsquelle. Neben Claus Larsen von „Lætherstrip“ und Xian Austin von „Hardwire“ konnte dann auch Daniel B. von „Front 242“ als Gastmusiker gewonnen werden. Man besinnt sich auf die „alten Tugenden“, ohne hierbei altbacken zu klingen. Unterschwellig scheint ein wildes Tier, ein böses Ungetüm zu lauern, welches kurz vor einem Angriff steht. Der Hörer gewinnt den Eindruck, dass hier durchaus Musiker am Werk sind und nicht nur Experten in der Bedienung diverser Computerprogramme. „Autodafeh“ agieren ganz in der Tradition der klassischen Variante des EBM. Klare, tiefe Gesangslinien – teilweise im zweistimmigen Wechsel dargeboten – und eingängige, synthetische Melodieschleifen zeichnen das Album aus. Die Tanzbarkeit der einzelnen Stücke steht im Vordergrund. Fast unausweichlich ist der Drang zur Bewegung.

www.myspace.com/autodafehmusic

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