goJA moon ROCKAH – Libido Cowboys

Ob der Bandname eine tiefere Bedeutung beinhaltet, ist nicht bekannt. Auch die Band höchstselbst ist wenig bekannt. Zu unrecht. Denn obwohl sie die elektronische Musik nicht neu erfunden oder revolutioniert haben: frische und freche deutsche Texte zu melodischen tanzbaren Rhythmen transportieren eine Leichtigkeit auf hohem Niveau. Die angenehme tiefe Stimme des Sängers Herr Ja korrespondiert gekonnt mit dem Bass von Herrn Schreck, der Gitarre von Herrn Buh und dem Keyboard von Herrn Moll. Auch anhand der Namen der Herren Bandmitglieder sollte man nicht von einem tiefernsten Sendungsanspruch der goJA-Musik ausgehen. Das Album ist eher schrill, bunt, ironisch zu nennen. Etwas zum „Spaß haben“. Der Titel „Libido Cowboys“ des dritten Albums der Electro-Pop-Combo ist Programm – folgen doch die anderen neun Songs dem Thema Liebe, Sex, Träume und Sehnsucht getreulich nach. Weil so direkt und unverblümt im Text, ist diese Scheibe sicher nicht als Mitbringsel für die „lieben Kleinen“ oder für die Oma geeignet. Das titelgebende Stück mag manchen „Erst-Hörer“ verschrecken: irgendwie klingt die Film-Musik von Italo-Western durch. Aber dieses wiederholt sich dann – glücklicherweise – nicht. Eine melancholische Ballade ist der Song „Geraldine“. Und bei „Glatt“ erinnert alles stark an „DAF“. Aber gut. Charmant gemacht.
„Libido Cowboys“ kann denen empfohlen werden, die auf Elektro-Pop stehen und andererseits zum Lachen nicht in den Keller gehen und – beim Sex das Licht nicht löschen. Das Album soll unterhalten und das tut es. Es amüsiert, regt an und ist garantiert unernst.

www.gojamoonrockah.de
www.myspace.com/gojamusic

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