Live in Berlin: ASP

28. April 2005

BERLIN, K17

Die Nacht war kühl, die Straßen leer. Die Band NUUK erfüllte mit den letzten Liedern den rauchschwangeren Raum des Clubs K17. NUUK versuchte u.a. mit Coverversionen die lauschende Masse zum Tanzen zu bewegen, doch träge tat diese es kaum. Nach dem beendeten Auftritt der Vorband folgte eine faszinierende Feuershow von Seelenfunken. Diese bezauberte mich so, dass die Zeit bis zum ersehnten Anklang von ASP verflog. Als die Band gegen 22.30 Uhr dann die kleine Bühne betrat, jubelte die Masse. Asp gab sich vertraut-freundlich, normal und witzig. Er leitete jeden Song mit ein paar Worten ein und umfing die Ohren mit sonderbar-wohlklingenden Melodien. Es dröhnten neue sowie altbekannte Lieder, welche begeistert aufgenommen wurden. „Ungeschickte Liebesbriefe“, „Sing Child“, und die Feuerbrunst „Ich will brennen“ gab ASP u.a. zum Besten. Es schien, als würde passend zum Lied der Raum von Hitze und Energie durchflutet, erschaffen durch die Inbrunst des Gesanges, getragen von den Worten „Ich will brennen! Auch wenn danach nur kalte Asche übrig ist“. Die Fans unterstützen Asp bei dem absoluten Kultlied „Und wir tanzten“. Mit diesem Song konnte ich meine Sorgen und Lasten abwerfen, während ich in die melancholische Tiefe der Geschichte eintauchte. Und meine Traurigkeit löste sich auf „wie Schnee vom vergangenen Jahr“. Die einst träge Masse bewegte sich nun tanzend und singend zu der Musik im nebeligen Dunkel. Die Stimmung war mitreißend. In jedem Augenblick, in dem ich meine Augen schloss, ersetzte der Rhythmus der Musik meinen Herzschlag und ging mir tief ins Blut über. Jedes Lied wurde mit Applaus gefeiert.

Die Fans tanzten ausgelassen, weniger störten die relativ gleichmäßige Bewegung einige moshende Leute. Es schien, die Zeit vergehe rasend schnell und doch gähnend lahm. Vorgestellt wurde auch ein Lied des neuen Albums „Aus der Tiefe“, welches im Schmetterling-Zyklus den vierten Teil bildet. Diese silberne Scheibe wird ab 04. Juli 2005 in einer limitierten Sonderausgabe erhältlich sein. Nach zwei errungenen Zugaben war das Konzert gegen 23.45 Uhr zu Ende. Die Merchandise-Ecke, sowie die Bar wurden dann für ein paar Fans zum Anlaufpunkt. So löste sich nach einiger Zeit die Menge in der Kühle der Nacht auf, ein jeder ging seines Weges, im Inneren mit der berauschenden Erinnerung des gerade Erlebten.

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