Saeko – Life

Alle Liebhaber rockiger Exotik sollten sich den 07. April dieses Jahres schon mal rot im Kalender kennzeichnen. An diesem Freitag erscheint nach dem Debüt „Above heaven – Below heaven“ aus 2004 das zweite Album von „Saeko“ mit dem kurzen und prägnanten Titel „Life“.

Die Bandbezeichnung klingt nicht bloß asiatisch; dahinter verbirgt sich der tatsächliche Name der Frontdame aus dem fernen Japan. Saeko ist nicht nur für die Texte zuständig – für den neuen Silberling wurde auch sämtliche Musik von ihr selbst komponiert. Mit der Gitarristin Satoko Yanagase und der Bassistin Mariko Inoue kommen nicht nur zwei weitere „Landsmänner“ hinzu, sondern eine gewaltige Portion Frauenpower.

Der neue Longplayer wurde in Deutschland produziert – seit 2003 Saekos neue Heimat! Und man kann das Werk durchaus als ein Kombiprodukt europäischer Rockgrundlagen gemixt mit fernöstlichen Elementen betrachten. Genauer gesagt ist „Life“ ein Metalalbum. Allerdings eines, das sich auf einer Seite in die Reihe der momentan populären Produktionen mit weiblichen Vocals einreiht, andererseits aber überraschend viele ruhige Passagen aufweist. Es wechseln vorwärts peitschende Drums und melodische, dennoch treibende Gesangsparts mit balladenähnlichen Songteilen. Der Titel „The call in us“, eine typische Rocknummer, besticht mit bombastischen Gitarrenmelodiebögen. Fremdartig klingt der japanische Text bei „Sa-ku-ra“, besonders aber bei „Saekos“ Version des Frank-Sinatra-Klassikers „My way“. Mein persönlicher Favorit ist „Tears of life“, ein Song mit mitreißenden Uptempoläufen und stakkatoähnlichem Gesang im einprägsamen Refrain.

Insgesamt hätte es den Kompositionen meiner Meinung nach besser getan, nicht zu viel zwanghafte Abwechslung in die einzelnen Stücke zu pressen. Es gibt kaum einen Song, in dem nicht mehrfache Tempowechsel vorkommen, was das Ganze etwas unruhig wirken lässt. Dennoch ist „Life“ ein durchaus interessantes Machwerk für alle Rock- und Metalfans, das auch bei mehrmaligen Durchläufen immer Raum für musikalische Neuentdeckungen gibt.

Gespannt darf man auf jeden Fall auf Liveauftritte von „Saeko“ sein – bereits 2005 gab die Band ein Gastspiel beim Wacken Open Air. Dann gilt sicherlich die Devise: „Life is live“!

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