Subsonic Symphonee – Extreme Evolution

Was hat dieses australische Septett eigentlich eingeworfen? „Extreme Evolution“ fängt noch ganz friedlich und bedächtig an. Eine ruhige Basslinie, sphärische Klänge und eine opernhafte zarte Stimme im Hintergrund bestimmen das Intro. Man wiegt den Zuhörer sozusagen in Sicherheit, bevor dieser schnell aus seiner Gelassenheit herausgerissen wird. Abgefahrene Breakbeats, harte Gitarrenriffs und ein Sprechgesang a la The Prodigy zielen auf das Tanzzentrum im Gehirn, welches die Kommandos an die Bewegungsnerven in den Beinen übermittelt. Die sieben „Cyper Vampires from Down Under“ schlagen ihr Lager irgendwo zwischen Metal und Elektro auf, ohne dabei auch die ein oder andere musikalische Strömung zu übersehen. Orientalische Melodien werden ebenso verarbeitet wie technoide Beats. Variantenreich ist auch der Gesang: Mal wird dem klassischen Heavy Metal gehuldigt, dann wendet man sich wieder dem kühlen Sprechgesang zu. Textlich behandelt man laut eigener Aussage das Wachsen des Verstands durch Erfahrungen im jetzigen und im vergangenen Leben – eine Geschichte zwischen Phantasie und Realität. Gespannt sein darf man wohl auch auf die Liveumsetzung des Debüts der Australier. Hier verspricht man ein waschechtes Rock-Spektakel voller Theatralik und Pyrotechnik.

Noch ist man aber sicher nicht am Leistungszenit angekommen. „Extreme Evolution“ ist ein ansprechender Ansatz, welcher aber auf die Länge des Albums gesehen leider ein wenig an Reiz verliert. Ich bin mir aber sicher, dass man in der Zukunft noch einiges von Subsonic Symphonee hören wird.

www.subsonicsymphonee.com

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