Die bizarre Welt des Stefan Heilemann

Stefan Heilemanns Bilder sieht man auf Plakaten, Covern, in Büchern oder auch Ausstellungen. Den Ursprung für diese Werke findet man in dem schon immer vorhandenen Drang, Beobachtetes und Gedachtes visuell darzustellen. Malen und zeichnen. An die entsprechende Ausbildung nach der Schule fügte sich die Arbeit in der Grafik-Abteilung von mehreren Werbeagenturen an. Seit 2001 steht er auf eigenen Füßen. Als er dann noch das Medium Fotografie inklusive der Möglichkeit der digitalen Nachbearbeitung für sich entdeckte, startete eine äußerst fruchtbare Periode für wundersame Bilder. Seine Phantasie scheint unerschöpflich und gebiert einen (Alb)traum nach dem anderen – märchenhaft, skurril, morbide oder ironisch.

„Bilder sind meine Leidenschaft. In Kombination mit Freude am Kreieren ist das der stärkste Antrieb, den es gibt, um eigene Werke zu schaffen. Das befriedigende Gefühl, welches ich habe, wenn ich ein eigenes Werk vollendet habe und damit zufrieden bin, ist Gold und den zeitlichen Aufwand wert.“ Das zeichnet einen Künstler aus: sein größter Lohn ist ein gelungenes Werk. Eine wunderbare Vielfalt seiner Schöpfungen sind in dem Buch „Laugh, cry and scream“ zu finden (siehe auch: Rezension). Das „Bilderbuch“ erschien zusammen mit einer Art Best-Of-Album der Band „In Strict Confidence“.

Stefan verehrt die Werke von Malern wie Picasso oder Dali sowie HR Giger und Illustrator David Mack. Anregen lässt sich Stefan auch von lauter Musik, Festivals, Horrorfilmen und natürlich Freunden. Ideen warten an jeder Ecke – der Tag spielt immer wieder neue Anreize zu. „Thematisch sind meine Arbeiten breit gefächert. Von philosophischen Fragen, die ich mir selbst stelle, bis hin zu kleinen Alltagssituationen kann mich alles inspirieren.“

Den Künstler interessieren die Menschen. Funktions- und Denkweise. Die Gründe für das menschliche Handeln. Dies soll sich auf seinen Bildern, die ihren besonderen Charakter durch den Prozess der digitalen Nachbearbeitung erhalten, widerspiegeln. Die unverhältnismäßige Überzeichnung von beispielsweise Augen und Füßen sind bewusst gewählte Verfremdungen. Auch bizarre Symbole sollen den Betrachter zur Auseinandersetzung mit dem gesamten Bild einladen.

Vor Fotokamera und Bildbearbeitungsprogrammen war der Buntstift sein Werkzeug. Das sieht man seinen Bildern auch an. Sie sind nicht als reine Fotografien zu betrachten, sondern vielmehr als Mischung aus Foto, Grafik und Gemälde. „Ich variiere auch heute noch mit der Stilistik, dennoch zieht sich ein roter Faden durch alle Bilder durch. Vielleicht bin der rote Faden ja ich.“

Stefan Heilemann übernimmt auch Auftragsarbeiten. Die Gestaltung von Covern für die Bands „Epica“, „Kreator“ und „Nightwish“ beispielsweise. Und ein zweites „Bilderbuch“ befindet sich in der Planungsphase.

Doch genug der Worte. Der geneigte Betrachter möge sich an den ideenreichen Bildern Stefan Heilemanns erfreuen…

www.heilemania.de

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