Fléau – Fléau

„Fléau“ (frz.: Übel, Plage, Unwesen) ist das Soloprojekt von Mathieu Mégemont (alias: Le Mage), der sonst bei den mir bisher unbekannten Gruppen „VvvvV“, „AE“ und „Year Of No Light“ anzutreffen ist. Mathieu Mégemont lebt in Bordeaux, bekannt für seine Rotweine. Ob das selbstbetitelte Minialbum ebenso zu begeistern weiß?

Ausnahmslos mit analogen Synthesizern aufgenommen und auf Texte bzw. Gesang verzichtend erscheinen die sieben Stücke ziemlich experimentell und sphärisch. Lange schwebende Töne, wie man sie von Orgelmusik kennt, erschaffen eine kühle Atmosphäre, die die meisten Lieder beherrscht. Der bei wenigen Stücken (insbesondere „The Rat“) darunter liegende Rhythmus bricht den Soundtrack-Charakter auf und sorgt für Kopfnicken und Fußwippen.

Wenn man sich diese Musik bildlich vorstellen möchte: Auf einer wenig beleuchteten Tanzfläche mit viel Nebel zeichnen sich leicht drehende Gestalten mit erhobenen Armen – entrückt mit halb geschlossenen Augen die Melodie malend – ab. Fast meditativ. Von Gedanken befreit sich nur von den fließenden Tönen tragen lassend.

Ein gefälliges Album, welches sich bestens im Halbdunkel und Kerzenschein bei einem Glas Rotwein genießen lässt.

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