Velvet Acid Christ – Lust For Blood

Ich gebe es zu: so richtig aufgefallen ist mir diese Band noch nie. Liegt wohl vor allem daran, dass wir uns noch auf keinem Festival begegneten. Und sicher auch an der 3-Jahres-Pause ohne sichtbare Kreativität. Nun fiel mir das Rezensions-Exemplar der „Lust For Blood“ in die Hände.

Eine chaotische Band – deren einzige Konstante Bryan Erickson schlichtweg die Band an sich ist. Mit Chaos bezeichne ich hier das Auf und Ab seit 1991. Aber: die Band ist wieder/immer noch da. Unverändert widersprüchlich. Unverändert in keine Schublade passend. Extrem.

„Lust For Blood“ hat mich sehr irritiert. Melodisch-sanfte Tracks lassen meine Gedanken einfach fliegen. Und dann Songs mit kräftigem Beat, der das Kopfnicken provoziert. In den Clubs dürften wohl eher diese aufgelegt we-den und den Beinen „Gang machen“. Manches ist verzerrt, ziemlich „schräg“. Gibt es Vergleiche? Ähnlich klingende Bands? Einflüsse? Klar gibt es. „Skinny Puppy“ und „Depeche Mode“, „Ministry“ und „Front 242“. Wie schon gesagt: die Ausdrucksweise ist unwahrscheinlich vielseitig. Wer also sein Musik-Hör-Spektrum über Elektro, Industrial, Trip Hop und Metal definiert, dessen Geschmack kann hier sicherlich befriedigt werden.

Den Kennern und den Experimentierfreudigen empfehle ich die „Lust For Blood“.

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